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presseartikel
Löschwasserkissen in Weiperfelden wurde eingeweiht
Ein Teil der Grundstücke des am Waldrand liegenden Wochenendgebietes befindet sich im rechtsgültigen Bebauungsplan „Im Birkenfeld“. Darin ist festgelegt, dass für jedes Grundstück eine eigene Zisterne mit einem Kubikmeter Löschwasser vorzusehen ist. Das würde aber bei einem Brandfall nicht ausreichen.
Da das Wochenendgebiet nicht erschlossen ist, gibt es hier keine Wasser- und Kanalanschlüsse und somit auch keine Löschwasserversorgung. Der nächste Hydrant befindet sich erst in zwei Kilometern Entfernung. Die Gemeinde Waldsolms hat daher mit Vertretern der Feuerwehr nach Lösungen für eine effektive Brandbekämpfung gesucht. Sie hat sich schließlich für den Aufbau eines oberirdischen Löschwasserkissen entschieden. In diesem werden 100 Kubikmeter Löschwasser vorgehalten. Eine unterirdische, frostsichere Entnahmestelle stellt sicher, dass Wasser jederzeit auch im Winter über einen Hydranten entnommen werden kann.
Da für den Aufbau des Löschwasserkissen keine geeignete gemeindeeigene Fläche vorhanden war, setzte sich die Bauverwaltung mit der Stadt Butzbach in Verbindung, um eine Kooperation zur Löschwasserversorgung zwischen der Stadt Butzbach und der Gemeinde Waldsolms zuvereinbaren. Es wurde ein Gestattungsvertrag für eine Teilfläche der angrenzenden Gemarkung Nieder-Weisel im Flurstück „Hospitalstrauch“ abgeschlossen. Die Gemeinde Waldsolms stellte alle erforderlichen Anträge für die Aufstellung des Löschwasserkissens. Nach Eingang der Genehmigung wurde das Bauvorhaben durch die Forstabteilung und den Bauhof der Gemeinde Waldsolms in Absprache mit der Stadt Butzbach durchgeführt. Gleichzeitig erfolgte eine Ökologische Baubegleitung.
Die Kosten für das Projekt wurden von der Gemeinde Waldsolms getragen. Die Stadt Butzbach hat mit der Umsetzung die Möglichkeit, bei einem Waldbrand auf das Löschwasser zurückzugreifen. Nach erfolgreicher Fertigstellung wurde das Löschwasserkissen in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Brandoberndorf, Griedelbach, Kraftsolms, Kröffelbach, Weiperfelden, Butzbach und Hüttenberg mit 100.000 Litern Wasser befüllt.
Der Butzbacher Bürgermeister Sascha Huber freute sich, dass mit dem überlassenen Gelände der Nachbargemeinde geholfen werden konnte und zugleich die Löschwasserversorgung für die eigenen Feuerwehren erweitert wurde. Zugleich sprach er die Hoffnung aus, dass eine Nutzung außerhalb von Übungen nicht erforderlich sein wird. Dem pflichtete der Waldsolmser Bürgermeister Roland Hörster bei, der sich für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Butzbach herzlich bedankte.
Text und Fotos: Helmut Serowy

