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20 Jahre Köhlerbuben Hasselborn

Waldsolms, den 24.06.2019

Vom 20. - 26. Juni konnten die hessenweit bekannten "Köhlerbuben Hasselborn", mit einem recht umfangreichen mehrtägigen "Köhlerfest", unzähligen Gästen und Ehrengästen feuchtfröhlich ihr 20jähriges Bestehen feiern. Verbunden war die Veranstaltung mit dem Anzünden des inzwischen 21. Kohlenmeilers, im kleinen Tal hinter der Gaststätte "Rolandseck". Diese ehrenvolle Aufgabe wurde Landrat Wolfgang Schuster an Fronleichnam - bereits zum zweiten Mal - zuteil.

 

Zum Auftakt der Feierlichkeiten der Traditionsveranstaltung, fand wie gewohnt der morgendliche Zeltgottesdienst statt, der von Pfarrer Klaus Rüb vom Kirchspiel Hasselborn/Grävenwiesbach geleitet wurde, musikalisch umrahmt vom Chor "Fa una Canzone".

Anschließend begrüßten die "Köhlerbuben" ihre Gäste und Ehrengäste, die vor allem aus Mittelhessen und dem Rhein-Main-Gebiet gekommen waren. Neben dem Landrat und dem Pfarrer, auch die heimische SPD Abgeordnete Dagmar Schmidt (MdB), Bürgermeister Bernd Heine, Ortsvorsteher Andreas Speier und den Waldsolmser Bauhofleiter Achim Becker.

 

In seiner Lobrede dankte der Bürgermeister den "Köhlerbuben" mit ihrem "Köhlermeister" im Ruhestand Ewald Börner, ganz herzlich für das jahrelange ehrenamtliche Engagement zum Wohle der Allgemeinheit und die großen Verdienste  zur Bewahrung der alten Traditionen in Waldsolms. Er führte dabei unter anderem die umgesetzten Projekte des Köhlerpfads, des Hugenotten- und Waldenser Pfads, den Nachbau eines "Rennofens" und die mit Grassoden bedachte und mit Eichenstämmen nachgebaute Köhlerhütte an.

 

Die inzwischen natürlich älter gewordenen "Köhlerbuben", bedankten sich ebenfalls für die gute und unbürokratische Zusammenarbeit mit der Gemeinde und ganz besonders mit dem Bauhof, sowie für die Geldgeschenke. Sie arbeiten nun daran, dass ehrgeizige Projekt "Kohlenmeiler" mit jüngeren Leuten fortzuführen. So konnten bereits zwei neue "Köhlergesellen" angelernt und integriert werden.

Nach diesem Festakt gab es nachmittags noch Unterhaltung auf der kleinen Bühne mit dem Musiktrio "Die Wilderer" aus dem Spessart, sowie Kaffee und Kuchen. Fortgeführt wurden die Festlichkeiten vergangenen Sonntag mit einem musikalischen Frühschoppen und dem Fanfarenzug Hundstadt. Das "Köhlerfest" ist an allen sechs Festtagen ganztägig für Besucher geöffnet, für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt und der Eintritt ist frei.

 

WIE ALLES BEGANN:

 

Im Jahr 1699 siedelte Fürst Walrad von Nassau und Usingen, 16 geflüchtete französische Hugenottenfamilien an einer mit Haselnussträuchern umwachsene Quelle dem "Haselborn" an, aus dem "Haselborn" wurde später der Dorfname "Hasselborn". Wegen dem kargen Boden um den Ort - der sich mehr schlecht als recht, für landwirtschaftliche Zwecke nutzen ließ -  entstanden zum Broterwerb der Menschen in den tiefen Wäldern ringsum, zahlreiche Waldschmieden und die heute noch sichtbaren kreisrunden Köhlerplätze.

 

Anlässlich des 300jährigen Dorfjubiläums 1999 hatte Köhlermeister Ewald Börner - der zu dieser Zeit im Hessenpark Neu-Anspach Kohlenmeiler betreute - die Idee, mit einigen jungen Männern am Bahnhof Hasselborn, auch einen Kohlenmeiler aufzubauen.

Das fand soviel Anklang bei den Besuchern, dass man kurzfristig beschloss, ab dem kommenden Jahr 2000, alljährlich ein Köhlerfest zu feiern, allerdings nicht mehr am Bahnhof. Ein offenes Ohr für die gute Sache, hatte da der Hasselborner Herbert Schmidt. Spontan stellte er den jungen Leuten einen Teil seines Privatgrundstücks am jetzigen Standort völlig kostenlos zur Verfügung.

                                                          

Text und Fotos: Hans Werner Homberg

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: 20 Jahre Köhlerbuben Hasselborn

Fotoserien zu der Meldung


20 Jahre Köhlerbuben Hasselborn (24.06.2019)