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Psychologe Werner Cassel referierte über Schlaf im Alter

Waldsolms, den 13.04.2018

Beim Seniorentreff Brandoberndorf/Hasselborn/Weiperfelden im Dorfgemeinschaftshaus von Brandoberndorf, referierte jetzt der Psychologe und Schlafforscher Werner Cassel vom Uniklinikum Gießen/Marburg in einem Power-Point Vortrag zum Thema "Gesund älter werden - guter Schlaf".


"Ältere Menschen schlafen anders als junge Menschen. Der Tiefschlaf wird weniger, das Wiedereinschlafen nach nächtlichem Erwachen wird schwieriger", sagte der Referent. Das Einschlafen würde zwar oft ganz gut klappen, trotzdem wären viele ältere Menschen mit ihrem nächtlichen Schlaf nicht zufrieden. Es gäbe beim Schlaf die Stadien Leichtschlaf, Tiefschlaf und Traumschlaf. Ein Faktor der sehr großen Einfluss auf den Schlaf hätte, wäre das Licht.


Zurzeit würde die Menschheit ein biologisches Experiment von enormer Tragweite erleben, denn wir alle würden unter Lichtverhältnissen leben, die es so in der gesamten Evolution des Menschen noch nie gegeben hätte. Erst seit etwa einer Million Jahren, wären Menschen in der Lage gewesen ein Feuer zu entfachen. Feuer wäre in dieser Zeit die einzige Lichtquelle gewesen, die den Menschen zur Verfügung gestanden hätte.


Erst seit wenigen Jahren wisse man, dass unsere Netzhaut nicht nur Zellen beinhaltet - nämlich die Zapfen und Stäbchen - sondern auch lichtempfindliche Zellen hat, die ihre Informationen nicht an den visuellen Kortex, sondern an eine Hirnstruktur namens "Nucleus suprachiasmaticu" weiterleitet. Dieser suprachiasmatische Kern, wäre die "Hauptschaltzentrale" unserer inneren Uhr, die viele rhythmische Vorgänge in unserem Körper steuert.


So würde unsere innere Uhr unter anderem die Melatonin Produktion in der Zirbeldrüse des Gehirns steuern. Melatonin ist das "Dunkelheitshormon" das uns müde und schläfrig macht. Die Produktion dieses Hormons, würde bei den meisten Menschen gegen 21 und 22 Uhr beginnen und nachts ihren Gipfelpunkt erreichen. Bei Kindern würde die Zirbeldrüse sehr viel Melatonin ausschütten , während die Melatonin Produktion im Erwachsenenalter etwas absinkt.


Werner Cassel: "Es besteht ein großer Unterschied zwischen der Beleuchtung in der freien Natur und der Beleuchtung in geschlossenen Räumen während des Tages. Während bei sonnigem Wetter Werte von 120.000 Lux und an bewölkten Tagen immerhin noch Helligkeitswerte bis 10.000 Lux herrschen, halten sich die meisten Menschen heute tagsüber in geschlossenen Räumen auf bei ziemlich niedrigen Lichtintensitäten von 50 bis 200 Lux".

Text und Fotos: Hans Werner Homberg